Antikriegstag
Antikriegstag: BSW regt Beteiligung des Landkreises Göttingen an
Mit einem Antrag zur Kreistagssitzung am 30. Juni richtet die BSW-Kreistagsfraktion den Blick auf den Antikriegstag am 1. September. Unter dem Motto „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“ stellt die Fraktion den Antrag, den Antikriegstag durch den Landkreis Göttingen würdig zu begehen und dazu an einem zentralen Ort eine Gedenkstunde auszurichten.
Zu dieser sollen insbesondere die zur Friedensbewegung zählenden Initiativen und Organisationen sowie solche eingeladen werden, die sich für die Aussöhnung mit Polen und anderen von der nationalsozialistischen Kriegspolitik besonders betroffenen Völkern einsetzen.
Zudem sollen im Rahmen dieser Gedenkstunde auch aktuelle kriegerische Auseinandersetzungen mit der dabei gebotenen Neutralität ins Blickfeld gerückt werden. Die Gebäude des Landkreises Göttingen sollen an diesem Tag entsprechend beflaggt werden.
Dr. Eckhard Fascher, Vorsitzender der BSW-Kreistagsfraktion sagte: „Mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann in Europa der Zweite Weltkrieg und der nationalsozialistische Besatzungsterror, der in sechs Jahren einen zerstörten Kontinent und viele Millionen Tote zurücklies. Nach dem Krieg herrschte Einigkeit: „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“, diese Forderung einte damals die Völker Europas.“
Heute dagegen herrsche wieder Krieg in Europa und weitere Kriege seien in Vorbereitung. Gerade in Deutschland erfahre man gegenwärtig eine erschreckende Militarisierung in einem Ausmaß, wie sie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr vorstellbar gewesen sei. In der Folge erlebten wir, dass im Gegenzug viele soziale Errungenschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurden, nicht nur gefährdet seien, sondern massiv vorsätzlich zerstört werden sollten.
„Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein! Diesen von Willy Brandt geprägten Leitspruch setzen wir der falschen Logik entgegen, die der aktuellen Politik zugrunde liegt. Ein Volk der guten Nachbarn erinnert sich dabei mit Selbstverständlichkeit der unmenschlichen Katastrophen der eigenen Geschichte. Der 1. September ist ein guter Anlass, diesem Erinnern einen geeigneten Rahmen zu geben“, so Fascher.
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Dr. Eckhard Fascher
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