Deutschlandfunk rückt BSW in AfD-Ecke
BSW in Südniedersachen / Göttingen weist fehlerhafte Mediendarstellungen zurück
Die Parteivorsitzenden des BSW, Fabio De Masi, Amira Mohamed Ali sowie des Generalsekretärs Oliver Ruhnert schlugen in einem Brief (hier im Original nachzulesen) eine offene Debatte zwischen Sahra Wagenknecht und Alice Weidel vor.
Medien diskreditieren seit Monaten das BSW, in dem sie es in die Nähe der AfD rücken. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Beitrag des DLF vom 2.7.2026 (Link)
In dem Medienbericht wird von dem "Wunsch des BSW eines gemeinsamen Wahlkampfes" geschrieben sowie unterstellt , dass sich das BSW aktuell um "eine Zusammenarbeit mit der AfD" bemühe (DLF am 2.7.26).
Doch die Partei stellt klar: Ziel des BSW in der offenen Debatte sollte sein, die wesentlichen Unterschiede der Parteien herauszukehren und öffentlich zu machen, wie beispielsweise:
- Die AfD stimmt der Hochrüstungspolitik der Bundesregierung zu und ist dem US-Präsidenten deutlich verbunden.
- Das BSW fordert die Rückkehr zu russischem Öl und Gas, will aber auch die „Abzocke“ der Mineralölkonzerne beenden, Nord Stream soll wieder geöffnet werden, damit Deutschland nicht länger von Trump erpressbar ist.
- Das BSW will Milliardäre und extrem hohe Erbschaften angemessen besteuern, die AfD lehnt dies ab.
- Das BSW will Migration reduzieren und Gewalttäter konsequent abschieben, weil Deutschland überfordert ist. Die AfD hingegen macht Stimmung gegen Menschen, die seit Jahrzehnten hier leben, sich an die Regeln halten, Steuern zahlen und zum Teil mittlerweile deutsche Staatsbürger sind.
- Politiker der AfD rechtfertigen die Kriege der USA und Israels.
- Die AfD kritisiert, wie das BSW, immer engere Meinungskorridore, jedoch kündigt die AfD an, in Universitäten und Schulen hineinregieren zu wollen und propagiert Meldestellen – ähnlich wie bei links-grün, nur mit umgekehrten Vorzeichen.
Dass sich die AfD der öffentlichen Diskussion verweigert und der öffentliche Rundfunk einen gemeinsamen Wahlkampf daraus konstruiert, entspricht nicht dem Auftrag des Staatsrundfunkvertrages, nämlich ausgewogen und wahrheitsgetreu zu berichten.