Frauenpolitik

Gute Frauenpolitik

für eine Stadt guter Nachbarn

 

Haben Gendersternchen und Quoten in den Führungsetagen irgendetwas an der sozialen Situation von Frauen in unseren Wohnquartieren geändert? Nein. Dadurch werden weder bestehende Lebenslagen von Frauen noch bestehende Benachteiligungen verbessert.

So verdienen Frauen im Durchschnitt deutlich weniger als Männer. Sie leisten den Großteil der Sorgearbeit in der Familie. Gerade die unbezahlte Sorgearbeit für Angehörige muss gesellschaftlich stärker anerkannt werden und darf weder finanziell noch gesellschaftlich benachteiligt werden.

Besonders Mütter und Alleinerziehende stehen vor großen Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So zwingen fehlende Kita- und Krippenplätze sowie unzureichende oder unzuverlässige Betreuungszeiten viele Frauen in Teilzeit oder drängen sie ganz aus den Erwerbsleben. Es braucht eine gezielte Stärkung von Müttern, insbesondere Alleinerziehende durch konkrete Unterstützungsangebote und eine verlässliche Infrastruktur.

Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Wir fordern wirksamen Schutz und umfassende Gewaltprävention. Wenn das eigene Zuhause der Ort der Gewalt ist, brauchen die Betroffenen schnelle, verlässliche Hilfe. Doch das Erreichen von Anlaufstellen ist häufig schwierig, die vorhandenen Plätze in Frauenhäusern reichen nicht aus. Fachkräfte arbeiten am Limit und sind überlastet. Eine notwendige psychologische Betreuung muss unbürokratisch erfolgen und verfügbar sein.

Öffentliche Plätze, Parkhäuser oder Haltestellen müssen so gestaltet sein, dass Gewalt verhindert und das Sicherheitsgefühl gestärkt wird, z.B. durch eine bessere Beleuchtung und die Installation von Notrufsystemen.

Dafür setzen wir uns ein:

  • Ein zuverlässiges und ausreichendes Kita- und Betreuungsangebot für Kinder zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • In der Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss die öffentliche Verwaltung vorangehen.
  • Gezielter Ausbau zu einem ausreichenden Angebot von Frauenhäusern, Beratungsstellen oder Schutzräume für Frauen. Der Zugang darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Verstärkte Förderung entsprechender unabhängiger Einrichtungen.
  • Schnelle, unbürokratische und kostenlose psychologische Hilfe von Betroffenen
  • Sicherheitsmaßnahmen an öffentlichen Plätzen

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