Medizinische Versorgung

Nahe ärztliche Versorgung

für eine Stadt guter Nachbarn

 

Eigentlich könnten wir mit der ärztlichen Versorgung in Göttingen zufrieden sein. Vor Allem wenn
man die Situation im Landkreis mitdenkt. Es gibt hier viele Hausärzte, Facharztpraxen und
Krankenhäuser. Und doch müssen wir auf einen Termin beim Facharzt oft monatelang warten – und
anschließend nochmals stundenlang im Wartezimmer. Dabei geht es in den Praxen nicht gemütlich
zu. Personal und Ärzte arbeiten sichtbar unter Zeitdruck. Da stimmt doch was nicht.


Doch es gibt einen Weg die Wartezeiten zu verkürzen - wenn man die ärztlichen Leistungen selber
bezahlt! Das ist empörend! Das BSW lehnt eine Zwei-Klassen-Medizin ab. Eine zeitnahe
Behandlung und die Qualität der medizinischen Versorgung darf nicht von einem mehr oder
weniger gut gefülltem Geldbeutel der Patienten abhängen. Vielmehr sollten Alle in die gesetzlichen
Krankenkassen einzahlen und das Gesundheitssystem gemeinsam für alle finanzieren.


Denn es gibt nicht nur zu wenige Arztpraxen. Auch die Krankenhäuser sind unterfinanziert. Und die
Zustände in den Pflegeeinrichtungen sind katastrophal! Sie verletzen die Würde und die
Lebensleistung unserer Eltern und Großeltern! Die Zustände werden noch verschlimmert durch
privaten Besitz, denn die Investoren ziehen aus mangelhafter Versorgung in Kliniken und
Pflegeheimen ihren Gewinn.
 

Wir sagen: die Gesundheitsversorgung ist eine öffentliche Aufgabe, aus der kein Profit gezogen
werden darf. Privatisierung lehnen wir ab.
 

Um dem Ärztemangel zu begegnen, müsste Deutschland den Numerus Clausus für das
Medizinstudium fallen lassen. Damit würden pro Jahr über 30.000 Ärzte mehr ausgebildet, als es
jetzt geschieht.
 

Statt dessen werden Mediziner und Pflegekräfte im Ausland angeworben. Das schädigt die ärmeren
Herkunftsländer in zweifacher Weise: Erstens tragen ihre Gesellschaften die hohen
Ausbildungskosten der Ärzte und Pfleger. Und zweitens fehlen diese dann im dortigen
Gesundheitswesen.
 

Bei uns gäbe es sicher genug junge Menschen, die mit guter Ausbildung und zu vernünftigem Lohn
bereit wären, in der Pflege zu arbeiten. Mit mehr Personal würde auch der Arbeitsdruck im
Schichtdienst geringer und der Beruf attraktiver.
 

Unser Gesundheitssystem soll uns und unserem friedlichen Zusammenleben dienlich sein.
Keinesfalls darf es dem Zweck der Kriegsvorbereitung unterworfen werden!
 

Dafür setzen wir uns ein:

  • einen Kinderarzt für Grone
  • Ausbildung von mehr Ärzten an Universitäten
  • Förderung zur Gründung neuer Arztpraxen
  • Lockerung der Niederlassungsbeschränkung durch die Kassenärztliche Vereinigung
  • keine Schließung oder Privatisierung von Krankenhäusern
  • ein bedarfsgerechter Personalschlüssel in Kliniken und Pflegeheimen
  • eine „kommunale Personaloffensive“ im Gesundheitswesen zu kurzfristiger Entlastung im
    Schichtdienst und Gewinnung von Fachpersonal
  • Steigerung der Ausbildungskapazität zur Kranken- und Altenpflege
  • gute und tarifvertraglich geregelte Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen
  • Abschaffung der „Fallpauschalen“, eine solide Finanzierung von Kliniken
  • den Einsatz von Rettungsdiensten müssen Krankenkassen und Kommunen zahlen
  • Kommunale Präventionsprogramme zu Bewegung, Ernährung und Suchtprävention
  • Ausbau niederschwelliger Angebote für psychische Gesundheit – insbesondere für Kinder,
    Jugendliche und Senioren
  • Einzahlung aller Erwachsener Mitglieder unserer Gesellschaft in die gesetzlichen Krankenkassen
  • Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze
  • gegen jede Einbeziehung von Kliniken, Ärzten, Hilfsorganisationen in militärische Planungen

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