Schule und Bildung

Nah gelegene Kitas und Grundschulen. Gut ausgestattete Schulen und Unis

für eine Stadt guter Nachbarn

 

Wir gönnen und erhoffen unseren Kindern eine friedliche Zukunft in sozialer Sicherheit. Es wird ihre Zukunft sein. Sie sollten das Recht und die Möglichkeit haben, diese Zukunft mitzugestalten.  Dafür brauchen sie eine gute Bildung. Sich gut in deutscher Sprache auszudrücken, Lesen, Schreiben, Rechnen zu können sind Voraussetzungen, um sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden. Es ist aber auch nötig, dass unsere Kinder verstehen, was und warum um sie herum passiert – damit sie sich einmischen und mitgestalten können.

Es ist ein Wechselverhältnis: Die Kinder brauchen eine gute Bildung um in dieser Gesellschaft bestehen zu können, und gleichzeitig sind gut ausgebildete Kinder die Grundvoraussetzung für eine Gesellschaft mit Zukunftsperspektive.

Deshalb sollte kein Kind die Schule ohne Abschluss verlassen müssen. Im Gegenteil: Jedes Kind soll in der Kita, der Schule, in der Ausbildung oder der Universität die Möglichkeit bekommen, alle seine Talente zu entdecken und zu entwickeln.

Leider wird das Schulsystem in Deutschland diesem Anspruch nicht gerecht. Die vermittelten Kompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen) nehmen laut den PISA-Studien kontinuierlich ab. Die Quote der Schulabbrecher ist eine der höchsten in Europa. Und Ausbildungsbetriebe klagen über mangelnde Qualifikation von Schulabgängern.

Das liegt nicht an mangelndem Engagement der Lehrerinnen und Lehrer. Das liegt an der Politik. Das gesamte Bildungssystem ist chronisch unterfinanziert. Lauthals verkündete Konzepte wir „garantierter Kitaplatz für jedes Kind“, „Ganztagsschule für alle“ und „Inklusion“ bleiben schöne Ideen, wenn sie nicht ausreichend finanziert werden.

Solange Kinder als Kostenfaktoren statt als Zukunftsträger gesehen werden, und eher in Militär und Rüstung investiert wird, wird sich am „Facharbeitermangel“ in Deutschland nichts ändern.

Das wird unseren Kindern nicht gerecht! Sie verdienen Förderung, Inspiration, Entwicklung und Anerkennung ihrer Talente, gute berufliche Bildung und Möglichkeiten zu gesellschaftlicher Mitwirkung!

Ja, wir wissen, dass über die Finanzierung von Ländern und Kommunen auf Bundesebene entschieden wird (siehe Kommunen mit finanziellem Spielraum). Auf Länderebene wird wiederum die Finanzierung von Unis und die Zahl der Lehrerstellen geplant und über die Lehrpläne entschieden.

Die Kommune, also die Stadt Göttingen ist für die Kitas und die Ausstattung der Schulen zuständig.

Das ist schon ziemlich verwirrend, aber es kommt noch dicker: es gibt sogar ein Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern! Diese Verbot muss aufgehoben werden, denn grundlegende Lösungen für die Probleme im Bildungssystem sind nur im Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen möglich.

Dafür setzen wir uns ein:

  • Angebote in den Familienzentren/Nachbarschaftszentren für frühkindliche Förderung – Einstieg in die Kita
  • Ausreichend Personal für Kinderkrippen und Kitas
  • Einen garantierten und kostenlosen Krippen- und Kitaplatz für jedes Kind bis zur Einschulung
  • Verpflichtender Besuch der Kita für Kinder mit Migrationshintergrund, deren Eltern nicht in Deutschland geboren wurden
  • Kostenloses, abwechslungsreiches und gesundes Mittagessen in Kitas und Schulen
  • Ausreichende Deutschkenntnisse als Voraussetzung für die Einschulung
  • Ausbildung von mehr Lehrerinnen und Lehrern, damit Klassengrößen von max. 20 Schülern zumindest in der Grundschule möglich sind
  • Einen Fond für Bildungsausgaben zur Unterstützung einkommensschwacher Familien
  • Verlässliche Ganztagsangebote für Grundschüler
  • Förderung von Gesamtschulen als weiterführende Regelschulen, damit sich erst nach der 10. Klasse entscheidet, ob ein Kind auch das Abitur schaffen kann.
  • Gleichmäßige Verteilung von schwachen Schülern über alle weiterführenden Schulen, damit ein förderlicher Unterricht möglich bleibt und die schwachen Schüler „mitzieht“.
  • Bessere Ausstattung von Schulen mit qualifizierten Sozialarbeitern. Für ein friedliches und angstfreies Schulleben.
  • Ausreichende Berücksichtigung von Sport, Musik, Kunst und Handwerk in den Lehrplänen.
  • Förderung von Angeboten nach dem Schulunterricht, die Kinder zur Ausbildung eigener Interessen inspirieren und das Ganztagsangebot ausweiten.
  • Bauliche und personelle Ausstattung die Inklusion möglich macht. Dem festgestellten individuellen Förderbedarf muss Rechnung getragen werden.
  • Keine Nutzung von Handys während der Schulzeit. Sprachliches Können, mit Argumenten überzeugen, Konflikte befrieden – das kann nicht mit digitalen Medien gelernt werden.
  • Lernorte an denen die Kinder sich wohl fühlen und ihre Potenziale entfalten können. Das erfordert eine gute personelle, räumliche und technische Ausstattung von Schulen.
  • Keine Werbeveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen und Universitäten. Für eine strikte und überprüfbare Verpflichtung zu ziviler Forschung und Lehre.

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