Umweltschutz und Verkehr

Sozial verträglicher Umweltschutz mit Vernunft statt Ideologie

für eine Stadt guter Nachbarn

 

Wir brauchen in unseren Wohnvierteln einen günstigen und zuverlässigen Busverkehr, der einen
echten Anreiz liefert, das Auto stehen zu lassen. Wir setzen als Schritt in Richtung auf einen
kostenfreien ÖPNV zunächst auf ein 29-Euro Monats-Ticket und kurze Taktzeiten sowie auf
kostenfreies Park&Ride für Pendler und auswärtige Besucher.


Statt großer Busse, die teuer sind, selten fahren und häufig leer sind, setzen wir auf häufig
fahrende, kleinere Einheiten und flexible Rufbusse / Anruf-Sammeltaxis.
Der ÖPNV muss endlich attraktiv und bezahlbar sein, um eine echte Mobilitätswende zu
erreichen. 

Auf dem Weg dahin wollen wir nicht diejenigen immer mehr belasten, die aus welchem
Grund auch immer auf den PKW angewiesen sind. Durch intelligente Verkehrs- und
Ampelsteuerung und eine vorausschauende städtische Planung im Straßenverkehr, die alle
Verkehrsteilnehmer gleichermaßen im Blick behält, wollen wir unnötige Staus und Umwege
vermeiden.
 

Wir wollen in einem grünen Wohnumfeld leben, mit einer entspannten Verkehrssituation in der
man Kinder ohne Sorgen vor der Tür spielen lassen kann. Tempo 30 soll in Wohnvierteln
selbstverständlich sein.
 

Wir wollen, dass Göttingen eine Stadt ist, die auch bei Hitze im Sommer ausreichende Abkühl- und
Erholungsmöglichkeiten für alle bietet. Dazu fördern wir die Ausweitung des innerstädtischen
Grüns, das Anlegen von Gewässern, Brunnen und Wasserspielen sowie von kostenlos nutzbaren
Trinkwasserspendern. Begrünte Dächer und Fassaden, Blühstreifen, Entsiegelung von Flächen,
Begrünung von Verkehrsinseln und Groß-Parkplätzen sowie zusätzliche Bäume entlang der
Straßen schaffen Verdunstungsmöglichkeiten und Beschattung sowie einen zusätzlichen
Lebensraum für Pflanzen und Insekten.
 

Wir unterstützen bürgerschaftliches Engagement wie Initiativen zu solidarischer Landwirtschaft,
Agro-Forst-Initiativen sowie Landwirte, die die Randbereiche ihrer Felder begrünen, Blühstreifen
für Wildblumen in ausreichender Breite oder Büsche und Bäume anlegen.
 

Wir wollen keine Wegwerfgesellschaft und möchten Recycling-Initiativen und Repair-Cafes
fördern. Regionale Wirtschaftskreisläufe wollen wir stärken – den Zugang von Landwirten zu
regionalen Märkten wollen wir verbessern, Hofläden und Dorfcafes zur Vermeidung von Verkehr
und als soziale Kontaktstellen unterstützen. Regional ist das bessere Bio!
 

Den Ausbau erneuerbarer Energien wollen wir mit Augenmaß und Vernunft betreiben, parallel
zum Ausbau der Speichermöglichkeiten. Alles andere macht keinen Sinn. Rodung von Flächen für
Windkraftanlagen und Solarparks auf Feldern lehnen wir ab, ebenso wenn der Landschaftsschutz
oder die Lebensqualität der Menschen in der Nachbarschaft leidet. Der Ausbau von Solaranlagen
auf vorhandenen Dächern (z.B. Lagerhallen) oder zur Überdachung von Parkplätzen ist sinnvoll,
und für Windkraftanlagen sollen vorzugsweise Areale verwendet werden, die ohnehin schon einen
Eingriff in die Natur darstellen (z.B. entlang von Autobahn und Bahntrassen).
 

Als wichtiger Baustein der Umwelt- und Friedenspolitik des BSW wollen wir jetzt und in Zukunft
keine militärisch nutzbare Infrastruktur in und um Göttingen, da Krieg und Militär die größten
Umweltzerstörer darstellen.
 

Dafür setzen wir uns ein:

  • einen kostengünstigen und flexiblen öffentlichen Nahverkehr
  • Verbesserung der Möglichkeiten für Pendler
  • Abfallvermeidung und Regionalität stärken
  • Innerstädtische Grünflächen und Gewässer erweitern, um Klimaausgleichs- und
    Erholungsmöglichkeiten zu schaffen.
  • Den Ausbau erneuerbarer Energie mit Augenmaß und parallel zum Ausbau der Netz- und
    Speicherkapazitäten durchführen - mit den Bürgern, nicht gegen sie.


Nur Umweltschutz, der von den Menschen akzeptiert wird, kann sinnvoll Wirkung entfalten

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